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Häufig gestellte Fragen und Antworten

Welche Schlitzweite benötige ich?

Die Schlitzweite des Brunnenfilters (in mm) richtet sich nach der Körnigkeit der wasserführenden Erdschicht.Das Spektrum reicht von Feinsand bis groben Kies. Wenn keine Erfahrungswerte vorliegen, wird dies erst beim Bohren des Brunnens ersichtlich. Eine Kiesschüttung um den Filterbereich herum verhindert weitestgehend das Eindringen von Feinsandanteilen in den Brunnen.

In der Regel gilt: Je feiner der Kies in der wasserführenden Schicht, umso feiner die Schlitzweite des Brunnenfilters. Diese fängt in Abhängigkeit vom Durchmesser des Brunnenfilterrohres bei 0,3 mm an und reicht bis 2,0 mm und größer.

Wozu benötige ich eine Kiesschüttung?

Eine Kiesschüttung in einer Stärke von 5 bis 6 cm um den Brunnenfilter herum verhindert das Eindringen von Feinsandanteilen in den Brunnen. Dabei richtet sich die Korngröße des Filterkieses nach der Körnigkeit der wasserführenden Erdschicht. Die Schlitzweite des Brunnenfilters sollte kleiner sein als das feinste Korn des Filterkieses.

Beispiele: Schlitzweite 0,3 mm - Filterkies Korngröße 0,7 bis 1,2 mm

                   Schlitzweite 0,5 oder 0,75 mm - Filterkies Korngröße 1,0 bis 2,0 mm

                   Schlitzweite 1,0 oder 1,5   mm – Filterkies Korngröße 2,0 bis 3,0 mm

Wie viel Meter Filterstrecke benötige ich?

Die Länge der Filterstrecke richtet sich nach der Wassermenge/Stunde, die Sie fördern möchten. Sie wird jedoch durch die Mächtigkeit der wasserführenden Erdschicht begrenzt. Die Ergiebigkeit des Wasserleiters vorausgesetzt und bei einer mittleren Eintrittsgeschwindigkeit des zu fördernden Wassers von 3cm/s ergibt sich die in der folgenden Graphik aufgeführte Filterdimensionierung:

Durchfluss pro Meter Filter

Keinesfalls sollte die Filterstrecke über die Wasser führende Schicht hinaus reichen, da hier im schlechtesten Fall Bodenluft angesaugt werden kann!

Wann ist ein Gewebefilter von Vorteil?

Der Gewebefilter kommt zur Anwendung, wenn es bohrtechnisch nicht möglich ist, so groß zu bohren, dass eine Kiesschüttung um den Brunnenfilter herum eingebracht werden kann, und/oder wenn Feinsande angetroffen werden, die selbst durch die kleinste Schlitzweite des Brunnenfilters in den Brunnen eindringen würden.

Unsere Gewebefilter bestehen aus Filterrohren mit der Schlitzweite 3,0 mm, welche mit einer Filtertresse samt Schutzgaze ummantelt sind. Die Maschenweite der Filtertresse wird in µm angegeben und ergibt sich aus der Anzahl der Maschen/ Zoll. Je mehr Maschen/Zoll, umso feiner ist die Filtertresse.

Beispiele:

Filtertresse Nr. 20 entspricht 140 µm = Maschenweite 0,14 mm (sehr, sehr fein)

Filtertresse Nr. 15 entspricht 190 µm = Maschenweite 0,19 mm (sehr fein)

Filtertresse Nr. 12 entspricht 210 µm = Maschenweite 0,21 mm (fein)

Wozu benötige ich eine Bodenkappe?

Die Bodenkappe verschließt den Brunnen nach unten und verhindert das Eindringen von Verunreinigungen. Die Bodenkappe wird dann eingebaut, wenn die Brunnenrohre in ein vorher erstelltes Bohrloch eingebracht werden.

Wird durch den Brunnenausbau hindurch geplunscht, muss dieser nach unten offen bleiben und kann erst im Nachhinein mit geeigneten Mitteln unten verschlossen werden. Dazu eignen sich Dichtungsmittel wie Quellton Compactonit, erhältlich in mäßig quellfähiger oder  stark quellfähiger Ausführung. Bei der Verwendung von Quellton ist zu beachten, dass nach dem Einschütten in das Brunnenrohr der Quellraum nach oben hin durch eine Lage (Filter-)kies, z.B. 20 - 30 cm stark begrenzt wird. Dadurch kann das Ansaugen von Dichtungsmittel in die Brunnenpumpe vermieden werden.

Wozu benötige ich einen Brunnenkopf?

Der Brunnenkopf stellt den oberen dichten Abschluss des Brunnens dar und wird hauptsächlich in Verbindung mit dem Einbau von Unterwassermotorpumpen eingesetzt. Bei flachen Brunnen mit kleinen Pumpen sind Brunnenköpfe zum Einstecken geeignet; bei tiefen Brunnen mit großen Durchmessern werden vorrangig Brunnenköpfe mit Stahlmuffe verwendet, um das Gewicht der Brunneneinbauten (Pumpe und Steigleitung) abzufangen.

In das Gewinde der Brunnenköpfe wird von unten die Steigleitung und nach oben hin die Druckleitung eingeschraubt. Eine Kabeldurchführung stellt den ordentlichen Durchgang des Unterwassermotorkabels der Pumpe nach Übertage dar. Für das Edelstahlhalteseil muss zum Durchfädeln durch den Kopf eventuell ein kleines Loch gebohrt werden.

Wie tief hänge ich die Unterwassermotorpumpe?

Die Unterwassermotorpumpe sollte über den Brunnenfilter gehängt werden. Nur so ist  gewährleistet, dass die Fließgeschwindigkeit des Brunnenwassers um den Motor herum die im Betrieb der Pumpe erzeugte Motorwärme abführen kann. Es sind die Einbauhinweise in der Bedienungsanleitung zu beachten. In Abhängigkeit vom Volumenstrom und dem Durchmesser des Brunnens variiert die Strömungsgeschwindigkeit des Wassers um den Pumpenmotor herum. Sie sollte 0,15 m/s nicht unterschreiten. Je mehr Wasser bei einem bestimmter Brunnendurchmessergefördert wird, je höher ist dessen Strömungsgeschwindigkeit.

Ist der Unterschied zwischen Brunnendurchmesser und Motordurchmesser der Unterwasserpumpe zu groß oder der Volumenstrom so gering, dass die erforderliche Strömungsgeschwindigkeit nicht mehr erreicht wird, muss ein Kühlmantel verwendet oder der Brunnendurchmesser dem der Pumpe angepasst werden. 

Die Strömungsgeschwindigkeit kann wie folgt berechnet werden: 

Strömungsgeschwindigkeit

Strömungsgeschwindigkeit V in m/s

Förderstrom Q min in m³/h

Durchmesser des Brunnens Di in m

Durchmesser des Motors der Pumpe dA in m

Bitte beachten Sie auch den Abschnitt Motorkühlung und Motorschutz.

Warum sind Motorkühlung und Motorschutz bei einer Unterwassermotorpumpe so wichtig?

Wird bei zu großen Brunnendurchmessern im Verhältnis zum Durchmesser des Pumpenmotors die erforderliche Strömungsgeschwindigkeit von 0,15 m/s nicht erreicht, ist ein Kühlmantel erforderlich. Dieser bewirkt eine Zwangsführung des Wassers um den Unterwassermotor herum. Somit wird die im Pumpenbetrieb erzeugte Wärme besser abgeführt und der Motor vor Überhitzung geschützt.

Ein Unterwassermotor, der über keinen eigenen Motorschutz verfügt, muss durch einen Motorschutzschalter der Trägheitsklasse 2 gegen Spannungsabfall, Phasenausfall, Überlast oder Überhitzung geschützt werden. Der Motor ist dann auch geschützt, wenn die Pumpe aus technologischen Gründen in die Filterstrecke gehängt werden muss. Der Motorschutzschalter schaltet die Pumpe bei einer Störung ab und verhindert so ein Durchbrennen der Motorwicklungen.

Was ist der Unterschied zwischen einer Brunnenpumpe und einer Gartenpumpe?

Als Brunnenpumpen bezeichnet man umgangssprachlich Unterwassermotorpumpen, also Pumpen, die unter den Wasserspiegel des Brunnens gehängt werden und das Wasser durch eine Steigleitung nach Übertage fördern.

Als Gartenpumpen werden zumeist ein- oder mehrstufige selbstansaugende Kreiselpumpen bezeichnet, die an der Erdoberfläche stehen und das Brunnenwasser bis zu einer Saughöhe von max. 8 m mittels einer Saugleitung nach oben fördern. Liegt der Wasserspiegel tiefer als 8 m, kommen in der Regel Unterwassermotorpumpen zum Einsatz.

Ist eine Drehstrompumpe besser als eine Wechselstrompumpe?

Beide Pumpentypen haben ihre Vorzüge und Nachteile. Eine Kraftstrom- oder auch Drehstrompumpe ist vom Wirkungsgrad her ein wenig besser als eine vergleichbare Licht- oder Wechselstrompumpe. Das Leistungsspektrum der Drehstrompumpe ist größer, da Wechselstrommotore in ihrer kW- Zahl begrenzt sind. Die Kraftstrompumpe setzt jedoch einen Kraftstromanschluss 400 V voraus.

Bei einer Wechselstrompumpe kann der erforderliche Kondensator eine zusätzliche Störquelle des Aggregates darstellen. Die Pumpe hat jedoch den Vorteil, dass das allseits vorhandene Lichtstromnetz genutzt werden kann. 

Im Vergleich zu Wechselstrompumpen sind Drehstrompumpen, gerade im Unterwassermotorpumpen-Segment, preislich günstiger.    

Wie wähle ich meine Pumpe aus?

Vor Kauf einer Pumpe sollte geklärt sein, welche Leistung Sie von der Pumpe erwarten, wo der Wassersiegel steht, der sich beim Fördern einstellt und ob die Pumpe einen Wechsel- oder Drehstrommotor haben soll. Selbstansaugende Pumpen können bereits mit Brunnen ab einem Durchmesser von 1 ¼“ betrieben werden.

In der Regel verfügen selbstansaugende Kreiselpumpen über ein Leistungsspektrum von 2 bis 3 m³/h bei Drücken von 3 bis 4 bar im Wirkungsgradbestpunkt. Meist ist dies für die Brauchwasserversorgung für Haus, Hof und Garten ausreichend. Ihre maximale Saughöhe beträgt 8 m. Die Motoren sind überwiegend Wechselstrommotoren 1x 230V.

Wer mehr Pumpenleistung benötigt oder wo der Wasserspiegel tiefer liegt, muss auf eine Unterwassermotorpumpe zurückgreifen. Es gibt sie, abhängig von Durchmesser und Hersteller, in Wechsel – und Drehstrom. Der Brunnendurchmesser für 3“ Unterwassermotorpumpen muss mindestens DN 80 betragen, der für 4“ Pumpen  benötigt den Durchmesser DN 100, besser DN 115 oder DN 125.

 

Wozu benötige ich einen Presscontrol?

Mit einem Presscontrol Druckschalter oder Schaltautomat können Wechselstrompumpen druckabhängig ein- und ausgeschaltet werden. Wenn eine Verbrauchsstelle geöffnet wird, realisiert der Presscontrol den Druckabfall im Leitungsnetz und schaltet die Pumpe ein. Das Ausschalten der Pumpe erfolgt strömungsmechanisch, wenn die Entnahmestelle wieder geschlossen wird. Sie erweitern somit Ihre Pumpe zu einer Beregnungsanlage, also zu einer Anlagein der die Pumpe längere Zeit am stück läuft. Der Einschaltdruck liegt bei 1,5 bar und ist nicht veränderbar. Der Ausschaltdruck ist abhängig von dem Druck, den die Pumpe bei geschlossenem Verbraucher aufbaut. Der Presscontrol schützt zudem Ihre Pumpe vor Trockenlauf, wenn eine Störung in der Saugleitung vorliegt.

Es gibt Presscontrol Druckschalter 230V für kleine Pumpen bis 1,5 kW mit einem Anschluss von 1“ und Druckschalter für größere Anlagen bis max. 2,2 kW (Mascontrol) mit einem Anschluss von 1 ¼“.

Die maximale Durchflussmenge bei einem Presscontrol beträgt 3,5m³/h.

Die maximale Durchflussmenge bei einem Mascontrol beträgt 8,0m³/h.

Wichtig: Die minimale Durchflussmenge darf 50 l/h  nicht unterschreiten. Daher ist ein Presscontrol/Mascontrol nicht für eine Tröpfchenbewässerung geeignet. Der von der Pumpe erzeugte Druck muss in der Regel mindestens 1 bar über dem Einschaltdruck des PCU liegen.
Außerdem muß ein Presscontrol - konstruktionsbedingt - unbedingt senkrecht eingebaut werden; sonst ist das Funktionieren nicht möglich!

Bei der Auswahl des Presscontrol beachten Sie bitte die technischen Daten der Druckschalter und vergleichen diese mit den Leistungsparametern Ihrer Pumpe. 

Was benötige ich, um mein Brunnenwasser zusätzlich zur Gartenbewässerung auch für die Toilettenspülung und Waschmaschine nutzen zu können?

Wenn bereits eine Wechselstrompumpe mit Presscontrol vorhanden ist, kann diese Anlage durch Einbau eines Membrandruckkessels zu einer Brauchwasserversorgungsanlage erweitert werden.

Der Membrandruckbehälter wird zwischen Pumpe und Presscontrol installiert. Bei Abnahme von Kleinmengen steht sofort Wasser aus dem Behälter zur Verfügung, ohne das die Pumpe gleich anspringen muss. Bei Pumpen mit Sanftanlauf erfolgt die Wasserversorgung ebenfalls zuerst aus dem Membrandruckbehälter und überbrückt die Anlaufphase.  Die Größe des zu verwendenden Membrandruckkessels ist abhängig von der Pumpenleistung und bewegt sich in der Regel zwischen 18 und 80 l. In unserem Shop finden Sie unter der Rubrik Brunnenpumpen ein entsprechendes Komplettangebot.

Eine Drehstrompumpe kann mittels eines Druckkessels und einem entsprechenden Druckschalter der Serie MDR ebenfalls zu einer Brauchwasserversorgungsanlage erweitert werden.  

Welche Pumpe passt zu meiner Beregnungsanlage?

Pumpen für eine Beregnungsanlage sollten so ausgelegt sein, dass sie den Beregnungskreis ohne Druckschwankungen, die durch einen zwischengeschalteten Druckkessel hervorgerufen werden können, mit genügend Wasservolumen und Druck versorgen.

Ermitteln Sie den Volumenstrom Ihrer Regner und den Druck, der für eine optimale Wurfweite benötigt wird (steht zumeist auf den Verpackungen). Rechnen Sie den Druck dazu, der erforderlich ist, um die Reibungsverluste in den Versorgungsleitungen zu überwinden. Im Internet finden Sie Tabellen zu Druckhöhenverlusten in Rohrsystemen oder auch einen  Druckverlust Online- Rechner, mit dem Sie die Reibungsverluste ermitteln können.  Rechnen Sie dann noch den Druck hinzu, den Ihre Unterwassermotorpumpe benötigt, um den Höhenunterschied vom Wasserspiegel bis zur Erdoberfläche zu überwinden (etwa 1 bar pro 10 m). Die Addition dieser Werte ergibt in etwa die Leistungsparameter, die Ihre Pumpe erreichen muss. Werden diese Parameter von der Pumpe nicht erreicht, sollte die zu beregnete Fläche in mehrere Beregnungskreise aufgeteilt werden.

Für Beregnungskreise, für die unterschiedliche Volumenströme und Drücke erforderlich sind (z. B. großflächige Rasenbewässerung einerseits und Tröpfchenbewässerung einer Blumenrabatte andererseits), eignen sich Konstantdruckpakete, die drehzahlgeregelt je nach Bedarf  mehr oder weniger Wasser mit einem konstanten Druck an die Entnahmestellen abgeben.    

 

 

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Brunnebauforum